Preise Seychellen

Kai
14. April 2016

Wer auf den Seychellen eine Unterkunft mit Verpflegung gebucht hat, kann sich in gewisser Weise glücklich schätzen, denn die Lebensmittelpreise Seychellen sind verhältnismäßig recht hoch und die Auswahl ist eben so gut wie sie eben auf einer Inselkette sein kann.

Je nach Kategorie und Geldbeutel bieten Hotels alle Mögliche Arten der Verpflegung an. Ich bin ein großer Fan von Frühstück oder Halbpension, denn da startet man wenigstens gut in den Tag und kann sich den ganzen Tag für Ausflüge Zeit lassen. Wer wirklich nur entspannen möchte, findet auch passende Hotels mit AI auf den Seychellen. Wenn ich AI und nur im hoteleigenen Strand liegen möchte, muss ich meiner Meinung nach nicht auf die Seychellen fliegen, dafür haben sie viel zu viel zu bieten.

Auf den großen Inseln Mahé und Praslin werden neben den Selbstversorgungsunterkünften auch etliche Hotels mit Frühstück angeboten, die auch absolut bezahlbar sind Auf La Digue dagegen findet man überwiegend Selbstversorgungsunterkünfte. Auf Praslin kann ich das Beryaja Hotel wärmstens emfehlen, günstig, sauber, leckeres Rührei und absolut freundliches Personal.

Es bleibt einem nur die Möglichkeit in Restaurants essen zu gehen, sich bei Takeaways zu versorgen oder in den kleinen und nicht so gut ausgestatteten Supermärkten einkaufen zu gehen.

Die Preise unterscheiden sich deutlich, wie diese Besipiele zeigen:

Restaurant: Kreolische Küche zwischen 15-25 € pro Gericht exkl. 10% und Mehrwertsteuer 15 %

Takeaways: Kreolische Küche zwischen 4-5 € pro Essen

Supermärkte:

  • Instant Kaffee ca. 5-6 €
  • Seybrew Bier 280 ml  2 €
  • Importbier wie Heineken ca 3-4 €
  • Wein ab 10 €
  • Fruchtsäfte 1l  2-4 €
  • Nudeln 500g ca. 2 €
  • Weißbrot (Schwarzbrot gibt es nicht) ca 2-3 €
  • Passierte Tomaten ca 2 €
  • Obst und Gemüse entweder von der Natur ernten (z.Bsp. Bananen wachsen überall oder auf kleinen Märkten an Häfen kaufen –> Preise nur geringfügig höher als in Deutschland
  • chemischer Toast Käse 8 Scheiben ca 1,50 €

Wenn man diese Preise mit denen aus Foren von 2009 vergleicht, merkt man, das manche Dinge jetzt das Doppelte bis Dreifache kosten, als es vor paar Jahren der Fall war. Das liegt an der zeitweise sehr hohen Inflation der Seychellen.

 

Tipps:

  • auf La Digue gibt es eine kleine leckere Bäckerei am Hafen und ein paar Supermärkte, dieser ist auch zu empfehlen
  • auf Praslin und Mahé findet ihr eigentlich fast immer in Unterkunftnähe kleinere Supermärkte, bei denen ihr euch mit Brot, Nudeln, Reis, Getränken, also dem Grundbedarf ausrüsten könnt.

Trinkgeldverhalten Deutschland – USA

Kai
4. April 2016

Als ich zum ersten Mal in New York war, war ich sehr überrascht, dass der Betrag des Tringeldes noch einen erheblichen Teil der Gesamtrechnung ausmacht. Die Systeme sind in Europa und den USA komplett verschieden. Hier der Vergleich:

Situation in Deutschland

Als Mindestlohnland erhält jeder Angestellte in Deutschland mindestens 8,50 €, was an sich auch nicht viel ist, wenn betrachtet, dass viele Angestellte nur auf 20 h Basis pro Woche angestellt sind und ihr Gehalt durch einen Zweitjob oder mit Sozialhilfe oder Wohngeld aufstocken müssen.

Letztendlich sind die Lebenshaltungskosten in den meisten Städten nicht so hoch wie in den USA, dennoch haben wir Großstädte, bei denen die Lebenshaltungskosten genauso hoch sind wie in den Vereinigten Staaten.

Die typische Regelung für mich ist eigentlich, dass ich je nach Betrag zwischen 3 und 10 Prozent gebe. Bei z.Bsp. 8,90 € wird auf 10 Euro aufgerundet, aber bei einer Rechnung von 45,20 € ist es sehr untypisch auf 50 oder mehr aufzurunden. Dafür lassen Service und Motivation der Angestellten vereinzelt auch sehr zu wünschen übrig.

Hier findet ihr eine Aufstellung der Mindestlöhne in Euopa und der Welt.

Situation USA

In den Vereinigten Staaten beträgt der Mindestlohn 7,25 $, was umgerechnet zirka 6,45 € enstpricht, nicht viel, vor allem wenn man die hohen Wohn-und Lebenskosten betrachtet. Logisch ist nun, dass die Damen und Herren in diesem Servicebereich von dem Tringeld leben.

Für uns Europäer ist das völliges Neuland und macht bei einer 50 Dollar Rechnung nochmal bis zu zehn Dollar extra aus.

In New York gab es bei vereinzelten Ketten auch die Möglichkeit zwischen 15, 18 und 20 Prozent Trinkgeld auszuwählen, je nachdem wie zufrieden man mit dem Service war.

Der Vorteil ist natürlich, dass die Angestellten umso freundlicher sind und so habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Man sollte nur daran denken, dass das Trinkeld komplett auf den Kellner übergeht, der arme Koch, der für die Gaumenfreuden sorgt geht leider leer aus, so schreibt es das Gesetz vor.

Wie sieht die Zukunft aus?

Es gibt aber auch ein leichtes Umdenken bei den Gastronomen, zum Besipiel im Museum of Modern Arts in NYC wird das Trinkeld abgeschafft, dafür steigen aber wiederrum die Preise um 20-25 prozent, denn durch den gestiegenen Umsatz werden auch mehr Steuern fällig, somit steigen insgesamt die Abgaben.

Egal welches System man besser findet, vorerst werden Trinkgelder in den meisten Restaurants fällig und man sollte damit im Urlaub nicht zu knausrig sein, auch wenn man die Angestellten vielleicht auch nie wieder sieht.

Es gibt auch Fälle, bei denen man das Geld besser stecken lässt. Zum Beispiel sind keine Trinkgelder erwünscht bzw. vereinzelt auch verboten in Fastfood Restaurants (wenn keine Bedienung vorhanden ist), Einpacker beim Supermarkt, Rezeptionisten oder Polizisten.